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Mi, 30.01.2019

Bitteres Aus im Halbfinale

ratiopharm ulm verliert das Playoff-Halbfinale in „The Preseason“ gegen die Eisbären Bremerhaven mit 0:2 und verpasst damit den Einzug ins Finale. Im Spiel um Platz 3 erwarten die Ulmer die Bayern Ballers Gaming oder die Rostock eWolves.

Nachdem sich die Ulmer mit einem starken Platz 2 in der Hauptrunde, das Heimrecht im Playoff-Halbfinale gesichert hatten ging es gegen die Eisbären Bremerhaven, die die Ulmer am ersten Spieltag der Hauptrunde souverän mit 2:0 geschlagen hatten. Dementsprechend gingen die Ulmer als Favorit in die Best-Of-Three Serie. Die Eisbären fühlten sich in der Rolle des Außenseiters allerdings sichtbar wohl. Mit zwei defensiv hervorragenden und kampfstarken Leistungen, konnten die Bremerhavener der Ulmer Mannschaft den Schneid abkaufen. Auch der Ausfall von Vincent „Pr0vincx“ Giese im zweiten Viertel des zweiten Spiels, aufgrund von Internetproblemen, schmälert die Leistung der Bremerhavener nicht. „Wir konnten uns denken was Bremerhaven spielen wird, fanden aber trotzdem keine Lösung dagegen, offensiv sowie defensiv“, fasste ein sichtlich enttäuschter Christian "CallMeChriss-“ Wendt das Spielgeschehen zusammen.

Wir konnten uns denken was Bremerhaven spielen wird, fanden aber trotzdem keine Lösung dagegen, offensiv sowie defensiv“ Christian "CallMeChriss-" Wendt

Den Ulmern gelang ein guter Start in die erste Partie. Bereits nach 3 Minuten stand es 12:4 für die Hausherren. Erst ein Timeout der Bremerhavener nahm der Ulmer Offensive ein klein wenig den Rhythmus. Mit 14:7 ging es in die erste Viertelpause. Die Ulmer hielten die Konzentration im zweiten Viertel hoch und konnten den Vorsprung vor allem dank Vincent "xPr0vincx“ Giese auf zwischenzeitlich 9 Punkte ausbauen (zur Halbzeitpause 14 Punkte, 4/6 Dreier). Bremerhaven ließ sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen und hielt beständig den Anschluss. So ging es mit einem 32:25 für die Ulmer in die Halbzeitpause.  Angeführt von Center Christian „CallMeChriss-“ Wendt der zwei wichtige Dreier in Folge traf, blieb der Ulmer Vorsprung bis Mitte des dritten Viertels konstant (38:30). Erneut ließen die Bremerhavener nicht locker, Point Guard Ilyas "TheSkuLL__“ Ayyildiz übernahm von nun an die Verantwortung und streute bis zum Viertelende noch 7 Punkte ein, wodurch die Eisbären auf 4 Punkte heran kamen (39:43). Die Bremerhavener begannen das vierte Viertel, wie sie das dritte beendet hatten: Mit bissiger Verteidigung und mutiger Offensive kamen sie Stück für Stück an die Ulmer heran, die sichtlich überrascht von der Bremerhavener Verteidigung, keine vernünftigen Plays mehr zustande bekamen. „Wir konnten kein dauerhaftes Mittel in der Defensive finden, um das Pick & Roll zu stoppen“, so Christian "CallMeChriss-" Wendt, „außerdem war unsere Offensive überraschend ungefährlich, was uns letztendlich den Finaleinzug gekostet hat“. 

„Wir konnten kein dauerhaftes Mittel in der Defensive finden, um das Pick & Roll zu stoppen“ Christian "CallMeChriss-" Wendt

2 Minuten vor Ende war es dann soweit: Mit einem Dreier von Center Markus "rib-rob710“ Kamm übernahmen die Bremerhavener erstmalig die Führung (43:46). Erst knappe 80 Sekunden vor Spielende gelangen Christian "CallMeChriss-„ Wendt die ersten Ulmer Punkte im vierten Viertel (45:48). Die letzte Minute wurde zu einem wahren Krimi. Nachdem erneut Wendt 21 Sekunden vor Schluss auf 1 Punkt verkürzen konnte, behielt Ayyildiz für Bremerhaven die Nerven an der Freiwurflinie. Die letzte Chance der Ulmer endete nach guter Defensive der Bremerhavener mit einem wilden Dreier von Wendt, der aber mit der Sirene deutlich sein Ziel verfehlte. Somit gewann Bremerhaven angeführt vom starken Point Guard Ayyildiz (20 Punkte, 6 Assists) und Center  Kamm (17 Punkte, 7 Rebounds), die Partie mit 50:47,  Bei Ulm dagegen erreichte lediglich Center "CallMeChriss-“ Normalform (19 Punkte, 9 Rebounds). 
Vincent Giese alias "xPr0vincx" hatte mit Netzwerk-Problemen zu kämpfen. Foto: Vincent Giese
Das zweite Spiel wurde für die Ulmer somit zum Do-or-Die Spiel. Ulm brachte mit den erfahrenen Marc "nepalm0711“ Stuber und Nicolai "GuardHimCoach“ Lux zwei neue Spieler aufs Parkett. Bereits nach 25 Sekunden stand es 4:0 für das Ulmer Team. Erst Mitte des ersten Viertels beim Stand von 10:7 für Ulm, fand Bremerhaven, erneut angeführt von Point Guard "TheSkuLL__“, besser in die Partie und konnte sich die Führung zum Viertelende sichern (15:16). Ulm erwischte allerdings wieder den besseren Start und fand gut in Viertel 2. Dann passierte allerdings etwas, das niemand voraussehen konnte: Fast zeitgleich mit dem 25:20 durch Marc "nepalm0711“ Stuber, flog Ulms Shooting Guard Vincent "xPr0vincx“ Giese aufgrund von Netzwerk-Problemen aus dem Spiel. Sein virtueller Spieler wurde daher von diesem Moment an vom Computer gesteuert, was zur Folge hatte, dass die Ulmer defensiv von einer Zone auf eine Mannverteidigung umstellen und offensiv ebenfalls improvisieren mussten, da der Computer gesteuerte Spieler selbst entscheidet wie er sich bewegt.
Dieser Schock war den Ulmern direkt anzumerken. Innerhalb von 2 Minuten ließen sie einen 12:0 Run der Eisbären zu (25:32), bevor sie sich bis zur Halbzeit einigermaßen fangen konnten. (30:36). Im dritten Viertel fanden die Ulmer weiterhin keine Lösung zu punkten. Es wurden zum einen hektische Abschlüsse forciert und zum anderen freie Würfe vergeben. Da Bremerhaven offensiv allerdings ebenfalls einige Chancen liegen ließ, stand es nach dem dritten Viertel, in dem die Ulmer keinen Punkt erzielten, 30:44. Ein kleiner Funken Resthoffnung bestand somit noch für die Ulmer.
Bremerhaven ließ sich aber vom letzten Ulmer aufbäumen (39:46 knapp zweieinhalb Minuten vor Schluss) nicht aus der Ruhe bringen und brachte die Partie souverän über die Zeit. Durch das 43:53 sicherten sich die Eisbären Spiel 2 und damit den Finaleinzug.
„Es ist schade, weil wir wissen, dass wir die deutlich bessere Mannschaft sein können, dies aber heute nicht auf den Platz gebracht haben. Daher ist es ein mehr als verdienter Sieg der Bremerhavener“, fasste Christian "CallMeChriss-" Wendt seinen Frust zusammen.
 
So geht's weiter
Das Spiel um Platz 3 von ratiopharm ulm findet kommende Woche gegen die Rostock eWolves oder die Bayern Ballers Gaming statt. Gegner und Spieltermin werden zeitnah bekannt gegeben.
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